Jede Ebene können Sie unten im Detail nachlesen. Nichts davon ist Geheimwissen.
Hinter dem Gespräch liegt ein Katalog aus 314 Prüfpunkten über zwölf Unternehmensbereiche. Aber keine Sorge: Sie arbeiten keine Liste ab. Dafür haben wir eine eigene, geführte Gesprächslogik entwickelt, KI-gestützt: Sie erzählen frei, das System ordnet jede Antwort im Hintergrund den passenden Prüfpunkten zu und fragt gezielt nach, wo etwas offen bleibt. So beantworten sich die 73 Leitfragen in einem fließenden Gespräch statt in einem Verhör. Parallel dazu werden Ihre Dokumente erfasst: Jahresabschlüsse, Auswertungen, Verträge, je Bereich definiert.
Entscheidend: Beide Quellen werden getrennt ausgewertet. Was Sie sagen und was Ihre Unterlagen zeigen, fließt nicht zusammen in einen Topf. Erst die Trennung macht den Abgleich in Ebene 2 möglich.
· 314 Prüfpunkte, 119 Kennzahlen, 12 Bereiche: vollständig, nicht punktuell
· Jede Antwort und jedes Dokument bekommt eine eindeutige Kennung. Jeder spätere Befund ist bis hierher zurückverfolgbar
· Fehlende Unterlagen werden registriert und ausgewiesen, nie geschätzt
Menschen überschätzen das eigene Unternehmen. Nicht aus Unehrlichkeit, sondern weil es ihres ist. Die Methodik rechnet damit:
Plausibilitäts-Abgleich: Jede Selbsteinschätzung aus dem Gespräch wird gegen die Dokumente geprüft. Weicht beides deutlich voneinander ab, wird das als Konflikt markiert und aufgeklärt, nicht stillschweigend gemittelt.
Gezielte Gegenfragen: In jedem Bereich stellen wir bewusst Fragen, die eine zu positive Selbstdarstellung herausfordern.
Beleg-Pflicht: Eine sehr gute Selbstbewertung ohne Dokumentennachweis wird gedeckelt. Spitzenwerte gibt es nur mit Beleg.
Gegenprobe im Unternehmen: Auffällig gute Selbstbewertungen nehmen wir nicht einfach hin: Sie werden mit der Sicht der zweiten Führungsebene gespiegelt und müssen sich an den Unterlagen messen lassen.
Bei Widerspruch gilt immer: Dokumente schlagen Erzählung.
· Widersprüche zwischen Selbstbild und Zahlenlage automatisch erkennen
· Harte Daten (Prozente, Euro, Stück) gewichten stärker als Einschätzungen
· Jeder Konflikt wird dokumentiert: Sie sehen im Ergebnis, wo es hakte
Jeder der zwölf Bereiche wird nach demselben Raster bewertet: vier Dimensionen mit je 25 Punkten, zusammen 100 Punkte pro Bereich. Jede Punktvergabe folgt festen Ankern: Für jede Stufe ist vorab definiert, welches konkrete Verhalten oder welcher Wert sie bedeutet. Zwei verschiedene Prüfer kommen mit denselben Daten zum selben Ergebnis. Das ist der Unterschied zwischen Bewertung und Meinung.
Aus den Punkten entsteht die Einstufung in vier Stufen: von „solide aufgestellt" bis „dringender Handlungsbedarf". Gemessen wird an drei Maßstäben:
Amtliche Vergleichsdaten: u. a. Bundesbank-Verteilungen deutscher Unternehmen: Ihr Wert wird dort eingeordnet, wo er im deutschen Mittelstand tatsächlich liegt.
Gesetzliche Frühwarnlinien: kritische Schwellen folgen InsO und StaRUG, nicht selbst erfundenen Grenzwerten.
Ihre Branche: die Bewertungsbänder verschieben sich je Branchentyp (produzierend, Dienstleistung, digital). Die Branche verschiebt den Maßstab, sie schönt nicht das Ergebnis.
· Reproduzierbar: gleiche Daten → gleiches Ergebnis, immer
· Gemessen am deutschen Mittelstand: Vergleichsdaten, die zu Größe, Branche und Markt passen
· Jede Zahl wird auf eine einheitliche Skala normalisiert und ist dadurch über Bereiche hinweg vergleichbar
Zwölf Bereichsnoten sind noch kein Urteil. Die Methodik setzt sie zusammen, mit zwei Mechanismen, die verhindern, dass ein gutes Gesamtbild ein gefährliches Detail überdeckt:
Warnsignal-Deckelung: Bestimmte harte Befunde, etwa eine kritische Liquiditätsreichweite, deckeln die Einstufung, egal wie gut der Rest aussieht. Ein Unternehmen mit vier Wochen Liquidität ist nicht „gut mit einem Schönheitsfehler". Es ist gefährdet, und das Ergebnis sagt das auch.
Lage-Einordnung: Dieselben Zahlen bedeuten bei einem wachsenden Unternehmen etwas anderes als bei einem in der Krise. Die Diagnose ordnet Ihr Unternehmen einer Gesamtlage zu: von „gesund, optimieren" bis „Sanierungsfall", und liest die Befunde durch diese Brille. Der Befund selbst bleibt neutral und unverändert; jede manuelle Abweichung von der automatischen Einordnung muss schriftlich begründet werden und bleibt dokumentiert.
· Existenzbedrohendes übersteuert Kosmetik. Immer
· Gleiche Zahlen, unterschiedliche Situationen: die Lage verändert die Empfehlung, nie die Messung
· Kein stilles Schönrechnen möglich: Eingriffe hinterlassen Spuren
Hinter der Diagnose liegt ein wachsender Katalog erprobter Maßnahmen und Chancen, jede fest verknüpft mit den Befunden, die sie auslösen, den Kennzahlen, die sie verbessert, und einer Wirkungslogik.
Auswahl: Eine Maßnahme erscheint nur, wenn Ihre Befunde sie auslösen. Kein Katalog-Abwurf, keine Standardliste.
Priorisierung: Feste Treppe: erst was das Unternehmen sichert, dann was es verbessert, dann was neue Möglichkeiten erschließt. Innerhalb der Stufen nach Wirkung und Aufwand.
Wechselwirkungen: Der Katalog kennt Synergien und Konflikte zwischen Maßnahmen. Ihr Plan berücksichtigt beides. Ein Kern von Maßnahmen ist als „kein Reue"-Kategorie markiert: sinnvoll in praktisch jeder Lage.
Wirkungsketten: Zu jeder Maßnahme sehen Sie, worauf sie wirkt, auch über Bereichsgrenzen („bessere Zahlungsziele → Liquidität → Verhandlungsposition bei der Bank"). Diese Ketten sind Anzeige und Erklärung; sie verändern die Bewertung nicht. Diagnose und Empfehlung bleiben strikt getrennt. Die Empfehlung kann ihr eigenes Zeugnis nicht verbessern.
Begründung: Jede Empfehlung trägt ihre Herleitung mit sich: welcher Befund sie auslöst, welche Daten dahinterstehen, was sie voraussichtlich bewirkt. Bis zur Quelle.
· Aus dem gesamten Katalog die Einträge auswählen und ordnen, die zu Ihren Befunden passen
· Chancen genauso systematisch prüfen wie Risiken
· Auf Wunsch: geprüfte Spezialisten je Maßnahme vermitteln. Empfehlung und Umsetzung bleiben getrennt
Wir diagnostizieren, wir testieren nicht. Ihre Berater bleiben im Boot: Die Diagnose ergänzt ihre Arbeit, oft als gemeinsame Grundlage.
Die Diagnose bewertet den Ist-Zustand und die angelegten Entwicklungen. Sie verspricht keine Zukunft.
Das System misst und ordnet; eingeordnet und mit Ihnen besprochen wird von Menschen.
Wo Daten fehlen oder Aussagen unsicher sind, steht das im Ergebnis: eine Diagnose, die ihre eigenen Grenzen kennt, ist die einzige, der Sie trauen sollten.